Ein Zusammenprall mit seinem eigenen Verteidiger im Spiel gegen Union zwingt Noah Atubolu zu einer Pause. Der U21-Nationaltorhüter zog sich eine Kapselverletzung an der Schulter zu. SC-Trainer Julian Schuster will derweil den Fehlerteufel ausmerzen.
„Bis auf Weiteres“ wird Stammtorhüter Noah Atubolu dem SC Freiburg fehlen. Das ist das Resultat der medizinischen Untersuchung am Montag, deren Ergebnis der Verein am Dienstag bekanntgab: Der 22-jährige zog sich demnach eine Kapselverletzung in der linken Schulter zu. Auslöser war ein Zusammenprall mit SC-Innenverteidiger Philipp Lienhart bereits in der ersten Halbzeit bei der 1:2 (1:1)-Heimniederlage gegen Union Berlin. Nach dem heftigen Crash lag Atubolu mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden, konnte aber zunächst noch weiterspielen. Bei einer Faustabwehr sei dem Torhüter laut SC-Trainer Julian Schuster der Schmerz „aber wieder reingezogen“, so dass Atubolu in der 58. Minute schließlich vom Feld musste.
„Das können wir besserFür ihn kam Ersatzkeeper Florian Müller, der somit auch am Samstag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen Borussia Dortmund zwischen den Pfosten stehen wird. Ein Gegner, vor dem Freiburgs Jubilar Vincenzo Grifo – er machte gegen Union sein 300. Pflichtspiel für den SC – viel Respekt hat: „Ich glaube, einfach wird es nicht, hier gegen Borussia Dortmund zu punkten. Sie werden uns nichts schenken, auch wenn wir einen Traum haben irgendwie nach Europa zu gehen.“

Kritik äußerte SC-Trainer Schuster am Zustandekommen der beiden Gegentore. „Das können wir definitiv besser“, sagte der 39-Jährige über die laut Mittelfeldspieler Eggestein „billigen Tore“ der Köpenicker. Man könne Zweikämpfe verlieren, sagte Schuster: „Dann muss eben der nächste dafür bereit sein den nächsten Zweikampf zu gewinnen, und das war bei beiden Situationen nicht gut genug“, so der Freiburger Chefcoach. Ein Knackpunkt bei der Niederlage sei laut Schuster auch der schnelle Ausgleich der Gäste nach Lucas Hölers Führungstor (29. Minute) gewesen.
Maximilian Eggestein bezeichnete die Begegnung als „eines unserer schlechteren Spiele.“ Deshalb wolle das Team am Samstag „eine Reaktion“ und „völlig unabhängig vom Ergebnis wieder ein besseres Spiel zeigen.“ Die Niederlage gegen Union bedeutet auch das Ende der Serie von sieben Spielen in Folge ohne Niederlage. „Es war klar, dass wir wieder mal ein Spiel verlieren werden“, so Lucas Höler. Gegen den BVB wolle das Team versuchen, „das besser zu machen.“