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Freiburgs Zara-Filiale eröffnet im Mai – Vitalitätsschub für die City

Für das leerstehende Modehaus Kaiser an der Kaiser-Joseph-Straße ist ein Nachmieter gefunden: Die spanische Modekette Zara wird alle vier Stockwerke des ehemaligen Damengeschäfts beziehen. Foto: Kunz

Ende des Frühjahrs soll der größte Leerstand in der Kajo behoben sein: In das ehemalige Modehaus Kaiser zieht die spanische Modekette Zara ein. Ins Erdgeschoss zieht die Unterwäschemarke Mey. Auch andere Leerstände sollen bald Geschichte sein.

Mit der Zara-Filiale kommt ein echtes Schwergewicht in die Stadt, auf dem viele Hoffnungen ruhen: Nicht nur soll die spanische Modekette einem der größten Leerstände der Innenstadt wieder Leben einhauchen, auch versprechen sich viele Innenstadtakteure eine Sogwirkung.

Die Schließung des Modehauses Kaiser im Jahr 2022 war ein Schock für die Einzelhändler gewesen, der weite Wellen gezogen hat. In das Haus des ehemaligen Herren-Kaisers war schon letztes Jahr die Schuhmarke Salamander gezogen.

Auch andere Geschäftsaufgaben oder Insolvenzen sorgten in den vergangenen Jahren für einen Wandel im Stadtbild. So schloss der Modehändler Esprit nach dem zweiten Insolvenzverfahren innerhalb von vier Jahren alle Filialen. In Freiburg übernimmt Zalando die Räumlichkeiten und eröffnet dort ein Outlet. Die trendige amerikanische Marke Urban Outfitters wird Nachfolger von Superdry in der Bertoldstraße, nachdem auch der Konzern in Schieflage geraten war. In der Rathausgasse, wo die Schuhmarke Görtz ihre Filiale hatte schließen müssen, gibt es seit November einen Apple-Partner-Shop. Dm bezog ein neues Quartier in Unterlinden.

Erste Erkenntnisse, wann der Einzug von Zara ins Modehaus an der Kajo erfolgt, gibt es jetzt: Laut Filipos Klein aus der Initiative „Gemeinsam Freiburg e. V.“ soll der prominente Leerstand bis spätestens Ende Mai Geschichte sein.

Generell freut Klein sich, dass wieder mehr Leben in die Innenstadt einkehrt: „Leerstand wirkt sich für eine Stadt nicht gut aus“, so Klein. Allgemein wünsche man sich in der Initiative, dass die aktuellen Leerstände wieder vermietet werden, so Filipos Klein aus der Vorstandschaft. Dies sei seines Wissens nach bis in den nächsten sechs Monaten der Fall.

Das Einzelhandelsangebot in der Innenstadt sieht er als gut an, es müsse nicht zwangsläufig etwas Neues dazu kommen, so Klein. Stattdessen sollte man die bereits angesiedelten Einzelhändler abseits der Shoppingmeile unterstützen. „Wir müssen mehr Fokus auf die kleinen Geschäfte abseits der Kajo legen, damit in die ganze Altstadt Leben kommt“, fordert er. Gut funktionieren würde dies mit Events, zum Beispiel im vergangenen Frühjahr mit „Blumen & Beats“ in der Konviktstraße, so Klein. Die Veranstaltung habe viele Menschen angezogen. „So können wir punktuell Veranstaltungen ausführen und die Aufmerksamkeit auch in andere Bereiche lenken.“

„Die Freiburger Innenstadt befindet sich aktuell in einem aufregenden Transformationsprozess, der frischen Wind in die Stadt bringt“, so auch die FWTM-Geschäftsführerin Hanna Böhme. „Wir freuen uns besonders darauf, dass in die leerstehenden Geschäftsräume des ehemaligen Kaisers, der Esprit Filiale oder dem ehemaligen Superdry Store, internationale Marken einziehen, die eine weitere Sogwirkung für die Attraktivität der gesamten Innenstadt entfalten.“